Archive for Juni, 2015

  • Abgeltungsteuer bei Ehegatten-Darlehen

    By Ingo Bothe on Juni 18, 2015
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    Bei einem Darlehensvertrag unter Eheleuten unterliegen die Zinseinnahmen des darlehensgewährenden Ehegatten nicht dem Abgeltungsteuersatz von 25 %, wenn sein darlehensnehmender Ehegatte von ihm finanziell abhängig ist und die Zinsaufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen kann. Der Darlehensgeber muss dann seine Zinseinnahmen mit seinem individuellen Steuersatz versteuern. Hintergrund: Grundsätzlich unterliegen Kapitalerträge dem Abgeltungsteuersatz von 25 %. Dieser Steuersatz ist jedoch ausgeschlossen, wenn Gläubiger […]
  • Aufstockung des Investitionsabzugsbetrages in Folgejahren

    By Ingo Bothe on Juni 11, 2015
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    Mit § 7 g EStG werden Investitionen kleiner und mittlerer Betriebe gefördert, indem bereits in dem Jahr, in dem die Absicht der Investition besteht, bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten außerhalb der Bilanz steuerlich geltend gemacht werden können. Der absolute Höchstbetrag hierfür je Betrieb beläuft sich auf TEUR 200. Kleine und mittlere Gewerbebetriebe i. d. S. sind Betriebe mit einem Betriebsvermögen von weniger als […]
  • Verzinsung von Steuernachzahlungen

    By Ingo Bothe on Juni 11, 2015
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    Mit dem 01. April 2015 beginnt die Verzinsung der Steuernachzahlungen für das Jahr 2013. Der Zinszeitraum endet erst mit Bekanntgabe des Steuerbescheides, unabhängig davon, wer die späte Steuerveranlagung zu vertreten hat. Das Finanzamt berechnet für jeden vollen Kalendermonat 0,5 % auf die nachzuzahlende Einkommensteuer; Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden nicht verzinst. Die Angemessenheit des Zinssatzes wurde trotz der aktuellen Kapitalmarktsituation bereits höchstrichterlich […]
  • Erbschaftsteuer teilweise verfassungswidrig

    By Ingo Bothe on Juni 11, 2015
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    Die zurzeit geltenden steuerlichen Begünstigungen kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer, die eine Steuerbefreiung von bis zu 100 % vorsehen, hatte der Gesetzgeber zur Sicherung des Unternehmensbestands und der Erhaltung der Arbeitsplätze eingeführt. Mit Urteil vom 17.12.2014 hat das Bundesverfassungsgericht diese Privilegierung zwar grundsätzlich anerkannt, in ihrer Ausgestaltung jedoch als unverhältnismäßig angesehen und als verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber […]
  • Risiko bei der Betriebsaufspaltung durch Gesetzesänderung

    By Ingo Bothe on Juni 11, 2015
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    Viele Unternehmer vermieten eine Immobilie an eine von ihnen beherrschte GmbH, die ihren operativen Geschäftsbetrieb mit Hilfe dieser Immobilie ausübt. Diese beliebte Gestaltung wird u. a. deshalb gewählt, weil die Betriebsimmobilie dann nicht in der Haftungsmasse der GmbH ist. Steuerlich wird die privat gehaltene Immobilie dennoch als Betriebsvermögen behandelt. Kommt es bei der operativ tätigen GmbH zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, so […]
  • Kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse

    By Ingo Bothe on Juni 3, 2015
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    Bei einer lediglich kurzfristigen Beschäftigung von Mitarbeitern ist das Arbeitsentgelt sozialversicherungsfrei, wenn die Beschäftigung von vornherein auf maximal 2 Monate (bei einer vollen Wochenarbeitszeit) oder 50 Arbeitstage (bei weniger als 5 Arbeitstagen pro Woche) befristet ist. Die Beschäftigungszeit wird kalenderjahresüberschreitend ermittelt. Mehrere aufeinanderfolgende Beschäftigungen des Arbeitnehmers (also auch bei unterschiedlichen Arbeitgebern) werden zusammengerechnet. Die Höhe des Arbeitslohnes ist nicht relevant. Für Beschäftigungen, die […]
  • Privatnutzung von Dienstwagen mit Elektro- oder Hybridmotoren

    By Ingo Bothe on Juni 3, 2015
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    Grundsätzlich müssen Selbständige und Angestellte, die einen Dienstwagen auch privat nutzen, diesen monatlich mit 1 % vom Brutto-Listenpreis versteuern, soweit sie kein Fahrtenbuch führen. Da Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge regelmäßig höhere Brutto-Listenpreise als vergleichbare herkömmliche Fahrzeuge haben, hat das Bundesministerium der Finanzen erkannt, dass diese umweltpolitisch gewollten Fahrzeuge zu steuerlichen Nachteilen führen. Deshalb hat das Bundesministerium der Finanzen mit Schreiben vom […]
  • Verbilligte Überlassung einer Wohnung

    By Ingo Bothe on Juni 3, 2015
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    Ein Mietvertrag mit Angehörigen muss zur steuerlichen Anerkennung dem entsprechen, was unter Fremden üblich ist, und er muss tatsächlich wie vereinbart durchgeführt werden (z. B. tatsächliche Nutzungsüberlassung, fristgerechte Zahlung der Miete). Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, werden das Mietverhältnis und der damit gewünschte Werbungskostenansatz nicht anerkannt. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Miete nicht weniger als 66 % der […]